Archive for Juni 2010

Fragwürdige Friedensmission. Eine Reportage von Report Mainz

08/06/2010

Pressefreiheiten

07/06/2010

Als die Friedensaktivisten vom Free Gaza Movement noch nicht wussten, dass es Videoaufnahmen der israelischen Marine gibt, lautete ihre Version der Ereignisse an Bord der Mavi Marmara folgendermaßen

(Cyprus, June 1, 2010, 6:30 am) Under darkness of night, Israeli commandoes dropped from a helicopter onto the Turkish passenger ship, Mavi Marmara, and began to shoot the moment their feet hit the deck. They fired directly into the crowd of civilians asleep. 

Dass die Israelis nicht auf schlafende Zivilisten feuerten, sondern in der Annahme, dass sie nicht angegriffen würden sich auf Deck der Mavi Marmara abseilten und dort unmittelbar mit Messer und Metallstangen angegriffen wurden, belegen die Videos der israelischen Marine (hier und hier) und die Aussagen eines israelischen Journalisten, der die Marine begleitete. Die in Funk und TV vertretenen Meinungen schieden sich in den letzten Tagen maßgeblich an der Frage, ob nicht der Einsatz der Israelis unverhältnismäßig war und die Toten nicht hätten vermieden werden können, wenn die IDF die Schiffe mit anderen Methoden zum Anhalten gezwungen hätte. 

Nun nimmt die Diskussion eine Wende:

 Zum einen veröffentlich die auflagenstärkste türkische Zeitung Hürriyet Photos, die von der IDF laut Angabe von Hürriyet gelöscht wurden, weil sie peinlich für Israel und die IDF seien. Für Hürriyet sind die Photos ein großer Clou, da es gelungen sei, die gelöschten Photos wieder herzustellen und diese belegen würden, dass die Israelis sich „amateurhaft“ und „inkompetent“ verhalten haben. Die Zeitung feiert die Aktivisten die Soldaten des Spezialkommando in ihre Gewalt gebracht haben und freut sich hämisch über die Angst in den Gesichtern der Soldaten.

Die Nachrichtenagentur Reuters hingegen wählt informationsstrategisch einen anderen Weg:

Wie zwei Blogger [hier und hier] nun herausgefunden haben, hat Reuters („The World’s Leading Source of Intelligent Information“) zwei Bilder von der Mavi Marmara im Sinne der antiisraelischen Aktivisten gefälscht. Im ersten wurde der Bildausschnitt so verändert, dass das Messer das einer der Aktisten, der über einem zu Boden geworfenen Soldaten steht, nicht mehr zu sehen ist. Im zweiten Bild wurde ein Messer, eine Blutlache und ein verwundeter israelischer Soldat der am Boden liegt, retouchiert.

 Während Hürriyet mit ihren Photos belegt, dass die Aktivisten nicht friedlich geschlafen haben und mehrere Soldaten in ihre Gewalt gebracht haben, fälscht Reuters Photos der Aktivsten um deren Friedfertigkeit zu belegen.

Free Gaza from Hamas!

05/06/2010

Eine humanitäre Hilfsorganisation will die Seeblockade von Gaza durchbrechen um der dort hungernden Bevölkerung dringend benötigte Lebensmittel, Medikamente und Baumaterialien zu liefern. Der Transport wird brutal gestoppt, in einem Akt der Piraterie von einem israelischen Spezialkommando überfallen, das ein „Blutbad“, ein „Massaker“ (M. Abbas) an den Friedensaktivisten anrichtet. So und ähnlich ist es der Presse zu entnehmen. Die Verurteilungen Israels durch die U.N., die europäischen Staaten, allen voran Deutschland lässt keine 24 Stunden auf sich warten.

Die Situation erinnert an die Kämpfe in Jenin 2002: Damals hatten viele europäische Medien ohne weitere Prüfung sowohl die übertriebenen Opferzahlen der Palästinensischen Autonomiebehörde und die Charakterisierung der militärischen Auseinandersetzung als „Massaker“ übernommen, um später festzustellen, dass von einem Massaker keine Rede sein konnte.

Friedensaktivisten mit Gasmasken und Messern

 Bereits am Tag nach der Stürmung der Mavi Marmara war die Interpretation der sogenannte Friedensaktivisten nicht mehr zu halten: Videos der Israelischen Marine belegen, dass die Behauptung, Israelische Soldaten habe auf an Deck schlafende Aktivsten gefeuert, eine Lüge ist. Die Videos zeigen, dass Israelische Spezialkräfte, nachdem sie fünf der sechs Schiffe ohne Widerstand zum Halt gezwungen haben, sich auf der Mavi Marmara abseilen und dort von sogenannten Friedensaktivsten zu Boden geworfen werden, die mit Holz- und Metallstangen und Messern die Soldaten attackieren. Der israelische Journalist Ron Ben-Yishai, der das Geschehen von Bord eines Marineschiffes verfolgte und die teilnehmenden Soldaten interviewte, äußerte gegenüber der österreichischen Tageszeitung Der Standard: „Die Absicht war, Präsenz an Deck zu zeigen, das Schiff zu übernehmen und Richtung Ashdot-Hafen zu steuern. Dadurch waren die Soldaten ein leichtes Ziel für die, die darauf vorbereitet waren. Letztendlich mussten sie schießen, um nicht selbst getötet zu werden.“

Die IHH. Brot für die Welt, Krieg gegen Israel

 Was Israel nicht sah und Medien wie die SZ, die auch nach der Veröffentlichung der Videos noch von „einer internationalen Hilfsaktion für die Menschen im abgeriegelten Gaza-Streifen“  sprechen, nicht sehen wollen, ist das Ziel der Aktivisten und deren Ideologie.

Die IHH, Internationale Humanitäre Hilfsorganisation e.V., die alle Schiffe der Flotte gechartert hatte, geriet schon kurz nach ihrer Gründung in das Visier der Deutschen Staatsanwaltschaft: Die IHH stand im Verdacht, Spendengelder für den Kauf von Waffen und die Unterstützung islamischer Terroristen verwendet zu haben. Nilüfer Narli, Professorin an der Universität Istanbul, zweifelt an den Motiven der IHH und verweist darauf, dass diese die islamistische Hamas im Gazastreifen finanziell unterstützt. Es verwundert also auch nicht, dass die Vorstandmitglieder der IHH in Deutschland allesamt Mitglieder der islamistischen Milli Görüs waren.

In dankenswerter Offenheit plaudern die Mitglieder der IHH aus, dass es ihnen bei der Flotte, die gebrauchte Kleidung und massenhaft abgelaufene Medikamente an Bord führte, nicht um die Hilfe der von der Hamas geknechteten Bevölkerung von Gaza geht, sondern um die Diskreditierung Israels. Ümer Faruk Korkmaz, Vorstandmitglied der türkischen Sektion der IHH, formulierte gegenüber dem Auslandsjournal des ZDF, dass das alleinige Ziel der Flotte gewesen sei, Israel vorzuführen.

Selbstmordattentäter ohne Sprengstoffgürtel

Und dieses Ziel hat die IHH vorbildlich erreicht. Sie hat es erreicht, weil die ideologischen Motive der Islamisten an Bord, vielen Kommentatoren kein Wort wert sind. Die Wenigen, die sich die Mühe machen sich nicht nur in Empörung über die Toten zu ergehen, sondern auch deren Motive zu beleuchten, kommen zu Ergebnissen, die ein düsteres Bild dessen zeichnen, was an Bord der IHH geschah und was in Zukunft möglich sein wird. Die türkischen Zeitungen Vattan und Milliyet veröffentlichten am 2. Juni, dass mindestens drei der Toten vor ihrer Abreise gegenüber Freunden und Verwandten geäußert hatten, dass sie als Märtyrer sterben wollen. Die Toten haben also, als sie Israelische Soldaten angegriffen und einige schwer verletzt haben, bewusst ihren eigenen Tod in Kauf genommen, im Wissen, dass ihr Tod im Kampf gegen Israel und den Westen mehr Wert ist, als jeder Selbstmordattentäter, der sich in einem Kino in die Luft sprengt.

Sympathie und Trauer für die getöteten „Friedensaktivisten“ ist damit kein Ausdruck von Menschenfreundschaft, sondern von dem Unwillen, den islamistischen Kampf gegen Israel zu begreifen.

 Unsere Solidarität gilt deshalb nicht den Toten auf der Mavi Maramara, sondern den verletzten Israelischen Soldaten. Unsere Solidarität gilt gleichfalls nicht der Hamas, sondern jenen Bewohnern des Gazastreifens, denen von der Hamas und andere Tugendterroristen das Leben dort zur Hölle gemacht wird.

Free Gaza from Hamas! Solidarität mit Israel!

Friedensfreunde?

05/06/2010

Am heutigen Samstag, den 5.6.2010, fand am Rathausplatz in Augsburg eine Protestkundgebung

„gegen das Massaker an den Menschen an Bord des türkischen Schiffs der Hilfsflotille nach Gaza, gegen die Kaperung der Schiffe, Verschleppung der Besatzung und Passagiere und gegen das Aushungern der Bevölkerung des Gazastreifens statt“, wie es im Aufruf heißt.

Um die 350 Demonstranten, mehrheitlich mit türkischem Hintergrund, hatten sich auf dem Rathausplatz eingefunden, um eine Veranstaltung zu begehen, die bezeichnenderweise mit der Skandierung von „Tod Israel“ und „Nieder mit Israel“ auf türkisch beendet wurde. In trauter Einheit demonstrierten Mitglieder der nationalistisch-säkularen Grauen Wölfe, der islamistischen Milli Görüs, von Attac und der Partei Die Linke, der Augsburger Friedensinitiative und dem Forum solidarisches und friedliches Augsburg; Gruppierungen, die nur auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen sind, wenn es gegen Israel geht.

Schon der oben zitierte Aufruf hat mit der Realität nichts gemein: Dass es sich bei dem Einsatz des Israelischen Militärs um ein Massaker, also einen systematischen Massenmord handelt, ist antiisraelische Propaganda der übelsten Sorte. Weiter heißt es im Aufruf, dass Israel die Bevölkerung von Gaza aushungert. Das ist wiederum unsinnig, weil die Bevölkerung von Gaza, im Gegensatz zu der in den Slums der arabischen Metropolen, keinen Hunger leidet. Im Gegenteil: Die U.N. kam 2009 zu folgendem Ergebnis: “The new data related to 2009 indicate no significant trend in acute malnutrition in this age group: only 1.2% of children aged 9-12 months who attended MoH PHC facilities in February were found to be underweight. This prevalence was slightly lower than the prevalence found in 2006 (2.3%) and in 2007 (2.2%) in the same age group.” Wenig überraschend ist also nicht Untergewicht, sondern Übergewicht das Problem der jugendlichen Palästinenser in Gaza: „However, high prevalence of overweight children was found. In children 10-16 years overweight prevalence is 15.9%. This prevalence is higher in North Gaza District (20.4%) and lower in Rafah District (13.4%). The prevalence of overweight among females is five times that of males: 24.6% compared to 5.4%.”

Es ließen sich nun noch weitere Studien, Berichte von Journalisten wie Ulrich W. Sahm und diverse andere Quellen zitieren, um darzustellen, dass die Argumente der Demonstranten und die Beweggründe der „Hilfsflotte“ gegenstandslos sind, dass es in Gaza kein Hungerproblem gibt. Aber das ist überflüssig. Die Demonstranten könnten wissen was jeder wissen kann, wenn er denn möchte. Die Demonstrationen, die nun wieder weltweit stattfinden, sind keine Demonstrationen gegen Krieg. Auch nicht für Menschenrechte oder gegen die Abschaffung von Hunger. Nicht die gesellschaftlichen Verhältnisse, die dazu führen, dass zehntausende Afrikaner jeden Tag verhungern, nicht die Thailändische Regierung und deren Vorgehen gegen die Rothemden ist Gegenstand der Kritik.

Dass am 28. Mai 2010 Taliban in Lahore (Pakistan) ein Massaker an betenden Muslimen in einer Moschee verübt haben, hatte weder eine Sondersitzung der U.N., noch eine Verurteilung durch die E.U. und schon gar keine Demonstration zur Folge. Mit der gleichen Vehemenz mit der die Demonstranten aus der Stürmung der Mavi Maramara ein Massaker machen wollen, interessieren sie sich nicht für wirkliche Massaker. Und das ist konsequent, weil es den Demonstranten nicht um die Opfer geht, sondern um die Täter: Um die blutrünstigen Israelis. Sowohl die Aktivisten der Hilfsflotte, als auch die Demonstranten, die sich mit diesen solidarisieren, haben das eine Ziel: Die Delegitimation Israels durch dessen Dämonisierung.

Kein Friede mit den Feinden Israels! Solidarität mit Israel!